Diese Lesermeinung wurde von der Kleinen Zeitung nicht veröffentlicht.
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Rat der Kärntner Slowenen / Narodni svet koroških Slovencev begrüßt Versachlichung der Debatte über neuere Kärntner Geschichte
Bekanntlich hat das Land Kärnten kürzlich eine Untersuchungskommission eingesetzt, um die Ereignisse der 70er Jahre, darunter die Sprengstoffattentate auf Partisanendenkmäler und Deutschkärntner Einrichtungen aufzuklären. Vorsitzender der Untersuchungskommission ist der Direktor des Landesarchivs, Wilhelm Wadl. Die wissenschaftliche Leitung soll Prof. Alfred Elste übernehmen. Als Zeitrahmen für die Untersuchungen wurde das Jahr 2012 genannt.
Als „einen Sieg für den Rechtsstaat Österreich, das Land Kärnten und seine Bevölkerung“, bezeichnete der Obmann des Rates der Kärntner Slowenen/Narodni svet koroških Slovencev, Dr. Valentin Inzko, die Aufstellung korrekter zweisprachiger Ortstafeln in Bleiburg/Pliberk, Ebersdorf/Drveša vas und Schwabegg/Žvabek. Diesen Schritt verbindet Inzko mit der Hoffnung, dass in diesem Geiste fortgesetzt wird.
Die Entscheidung des VfGH fügt sich nahtlos in die gestrige Ansage des Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer, dass „die Zeit reif ist“ ein. Die Zeit ist wirklich reif, dass wir uns einer rechtlich korrekten Lösung bei der Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln annehmen, die sowohl den Bestimmungen des Artikels 7 des österreichischen Staatsvertrages als auch den bisherigen Entscheidungen des VfGH entspricht.
Anlässlich der Angelobung von Bundespräsident Dr.Heinz Fischer, stellt der Rat der Kärntner Slowenen / Narodni svet koroških Slovencev mit Zufriedenheit fest, dass sich Dr. Fischer eindeutig als Befürworter der Umsetzung des Artikel 7 des österreichischen Staatsvertrages in der ersten Reihe positionierte.
Vor kurzem war das Präsidium des Rates der Kärntner Slowenen beim slowenischen Staatspräsidenten Dr. Danilo Türk zu einem Treffen eingeladen. Bei diesem Treffen wurde auch das alte Präsidium verabschiedet. Auf dem Foto (von links): Sekretär Marko Oraže, Vizeobmann Nanti Olip, Vizeobmann Danilo Katz, Staatspräsident der Republik Slowenien Danilo Türk
Dr. Angelika Mlinar in der Kleinen Zeitung vom 24.06.2010 “Kein Konsens, sondern Versöhnung” (als PDF-Dokument; Sie müssen zuerst auf die Überschrift des Beitrags klicken und dann erst hier)
Das Landesgericht wieß die Klage des KHD gegen dr. Angelika Mlinar zurück.
Näheres hier:
VERFAHREN EINGESTELLT
Der Slowenische Athletikklub/Slovenski atletski klub SAK besteht bereits 40 Jahre. Aus der untersten Kärntner Klasse kämpfte er sich in die Regionalliga hoch, in der sich auch die Austria Klagenfurt befindet. Von der Stadt Klagenfurt/Celovec erhält der SAK eine Unterstützung von 10.000 €, die Austria 550.000 €.
Mit Unterfertigung und Ratifizierung des „Staatsvertrages betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich“ vom 15.5.1955 hat sich Österreich verpflichtet, diesen Vertrag zur Gänze umzusetzen. Der Artikel 7, der die Rechte der Kärntner und steirischen Slowenen sowie der Burgenländer Kroaten umfasst, ist bis heute nicht umgesetzt. Wesentlicher Punkt der Schutzbestimmungen sind zweisprachige topographische Aufschriften als sichtbarer Beweis, dass dort Slowenen bzw. Kroaten leben.
