Kategorie | Kärnten

ORF: “Staatsanwälte im Visier von Slowenenrat”


Quelle: ORF.at

Der Rat der Kärntner Slowenen ist erbost darüber, dass die Anklage wegen Amtsmissbrauchs gegen den ehemaligen Landesrat und nunmehrigen Landeshauptmann Gerhard Dörfler (BZÖ) nach den Ortstafelverrückungen in Unterkärnten fallen gelassen wurde.

Der geschäftsführende Obmann des Rates, Rudi Vouk, sagte in einer ersten Reaktion, er fühle sich “schlicht und einfach verarscht, anders kann man es nicht mehr bezeichnen”. Er fand, die Begründung für die Niederlegung des Verfahrens, Dörfler hätte die Tragweite seiner Handlungen nicht abschätzen können, absurd.

Vouk empfindet Aussagen Dörflers als “Hohn”

“Dörfler ist klug genug, Landeshauptmann sein zu können, aber offenbar nicht ausreichend klug, um auch verantwortlich dafür zu sein, was er macht.”

Als Hohn empfindet Vouk, dass Dörfler nach Bekanntwerden dieser Begründungen in einem Presseinterview sagte, dass er gewusst hätte, was er da mache. Jetzt will der Rat der Kärntner Slowenen die Fortführung des Verfahrens beim Oberlandesgericht Graz erreichen.

Anzeige gegen die Staatsanwaltschaft

Außerdem soll auch eine Anzeige gegen Beamte der Staatsanwaltschaft Klagenfurt und Beamte des Justizministeriums bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft erfolgen, denn “hier hat sich ein Staatsanwalt oder haben sich einige Staatsanwälte erdreistet, massivst in die Politik einzugreifen. Das ist unzulässig”, so Vouk.

Zentraler Angriffspunkt für Rudi Vouk ist die Staatsanwaltschaft Klagenfurt und deren Leiter Gottfried Kranz, denn er sei durchgehend verantwortlich gewesen. Vouk sagte, er fände, dass es “schon anständig wäre, wenn Hofrat Kranz um seine Pensionierung” ansuchen würde.
Zur undichten Stelle im Justizministerium – durch die die Vorgangsweise der Staatsanwaltschaft erst öffentlich wurde – meint Vouk.

Jener “Maulwurf”, der für die Veröffentlichung der Vorgänge verantwortlich war, sollte “für den Maria-Theresien-Orden” vorgeschlagen werden, so Vouk. “Das war seinerzeit eine Auszeichnung für erfolgreiche Insubordination. Er hat dem Staat und der Rechtsordnung einen großen Dienst erwiesen.”

Für Smolle ein “Fall für Faymann”


Karel Smolle, der Obmann des Rates der Kärntner Slowenen, will, dass die derzeitige Causa Prima in Kärnten auch auf Bundesebene Gewicht bekommt: “Einerseits von Seiten der Bundesregierung – das ist ein Fall für Faymann, ein Fall – wie man so schön sagt – für den Regierungschef.

Diesen Fall müsste er an sich ziehen. Andererseits sind wir aber auch der Auffassung, dass innerhalb der Beamtenschaft eine Bereinigung stattfinden soll.” Man werde in dieser Angelegenheit “sicher einen sehr konkreten, rechtlich einwandfreien aber politisch sehr, sehr harten” Weg beschreiten.

In einer Erklärung pochte der Rat der Kärntner Slowenen auch darauf, die geplante Jörg-Haider-Sonderausstellung Klagenfurter Kreuzbergl-Bunker fallen zu lassen.

4 Kommentar(e)

  1. gunter huainigg sagt:

    Ich kann mich echt nur schämen für das was da passiert und für die die gewählt wurden

  2. Mag. Georg Hartl sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren!
    Zu Ihrer Inforamation übermittle ich Ihnen meinen Leserbrief an die Kronenzeitung, betreffend Ausgabe vom 18. August, S. 3.
    Freundliche Grüße,
    Georg Hartl

    Sehr geehrter Herr Gnam!
    Ihrer Argumentation gegen die Kärntner Slowenen widerspreche ich entschieden. Mit Verrücktheiten haben nicht die Slowenen begonnen, sondern Haider und Dörfler mit Ihrer Ortstafelverrückung, für die wir uns vor der europäischen Öffentlichkeit schämen müssen. Zum Schämen ist es auch mit der Argumentation der Klagenfurter Staatsanwaltschaft, wonach die beiden Herren die Kärntner Slowenen in ihren Rechten nicht schädigen wollten. Das war doch das klare Ziel dieser beiden Politiker. Der Fall gehört der Klagenfurter Staatsanwaltschaft entzogen!

    Tatsache ist, dass Österreich den Staatsvertrag, der den Kärntner Slowenen unter anderem zweisprachige Ortstafeln zusichert, noch immer nicht voll erfüllt hat. Das sagt die österreichische Rechtssprechung, die sich an der europäischen orientiert. Machen Sie nicht länger die Opfer zu Tätern! Jede Bemühung zur rechtlichen Klärung der Situation ist zu begrüßen, dazu gehört auch eine Klage, wie sie von Slowenen gegen den Kärntner Landeshauptmann eingebracht wurde.

    Mag. Georg Hartl
    Gartenheimstraße 23/2
    1220 Wien

    PS: Ich bin Wiener und stamme ursprünglich aus Oberösterreich – ohne jegliche Sentimentalität für eine Volksgruppe.

  3. Bokoptito sagt:

    I will add this blog to my favorites, it is great.
    Watch Intimate Secrets Dvd

  4. Bokoptito sagt:

    This is a good blog. Keep up all the work. I too love blogging and expressing my opinions
    Watch My Thick Black Ass 29 Dvd

Kommentieren