Bild: Kärntner Slowenen gratulieren neuer Bundesregierung

Kärntner Slowenen gratulieren neuer Bundesregierung

Anlässlich der heutigen Angelobung gratuliert der Rat der Kärntner Slowenen der neuen Bundesregierung und wünscht ihr viel Kraft, insbesondere die Kraft der Zuversicht.

Es wird auch mit Genugtuung festgehalten, dass sich in der Koalitionsvereinbarung im Kapitel „Verfassung, Menschenrechte und Verwaltung“ im Abschnitt „Grund- und Menschenrechte“ die österreichischen autochthonen Minderheiten, darunter auch die slowenische, wiederfinden. Wörtlich heißt es dort:

„Stärkung der sechs Volksgruppen (kroatische, slowenische, ungarische, tschechische, slowakische sowie die Volksgruppe der Roma) durch ihre verfassungsrechtliche Verankerung und damit deutliche Sichtbarmachung.“

Die Erwähnung der autochthonen Minderheiten Österreichs ist zwar kurzgehalten, denn das frühere Regierungsprogramm widmete diesem Thema eine ganze Seite. 

Wichtig ist aber nicht die Länge des Textes zu den autochthonen Minderheiten, sondern die Umsetzung der Versprechen, die der Minderheit in Vergangenheit gegeben wurden, insbesondere im Bildungsbereich. Mit einem neuen Bundeminister für Unterricht, der der jüngeren Generation angehört, müsste in diesem Bereich ein neuer Ansatz möglich sein. Ebenso in anderen Bereichen.

Der Obmann des Rates der Kärntner Slowenen, Dr. Valentin Inzko, hat in den letzten Wochen mit drei Politikern der nunmehrigen Regierungskoalition Kontakt aufgenommen und wird diese Kontakte fortsetzen, wenn es um die Umsetzung des Koalitionsprogramms geht. Inzko hofft auch, dass es zum 70. Jahrestag der Unterzeichnung des Staatsvertrages bei dessen Umsetzung Schritte in die richtige Richtung geben wird.